Gedanken

"Der Stein der Weisen ist die Erkenntnis."
by Sylvia F. Rodatz, Life Transformation Coaching & Counselling, Den Haag, 26.11.2021

 

 

Vor einigen Tagen schaute ich eine „Terra X“-Doku zur Faszination Universum mit @Prof.HaraldLesch. Es gab eine Stelle, an der Prof. Lesch einen Satz sagte, der sich für mich sehr stimmig anfühlte und mich nachdenklich ließ:
„Der Stein der Weisen ist die #Erkenntnis.“ 

In der #Entwicklung, #Forschung, #Wissenschaft, ja in allen Bereichen des #Lebens ermöglicht uns das Erkennen zunächst das Bewusstwerden von Prozessen, die bis zu dem bestimmten Moment unbewusst und somit unbemerkt geblieben sind. 
Mit Erkennen wird uns allmählich deren #Wirkungsweise und das Ergebnis bewusst und wir können das gewonnene #Wissen implementieren, transferieren und Einfluss nehmen. 

Verbleiben Phänomene und #Prozesse im Verborgenen und laufen automatisch ab, sind wir ihnen in gewisser Weise ausgeliefert. Wir verstehen sie nicht, können sie weder verändern, noch beeinflussen, geschweige dessen von ihnen zu lernen oder diese in andere Bereiche des Lebens zu übernehmen. 

Nehmen wir jedoch #Einsicht in die Prozesse und Phänomene, verstehen diese und deren Wechselwirkungen, erfahren sie selbst, sehen die Auswirkungen und das #Ergebnis, so gewinnen wir kostbares Wissen und wir erleben eine Art #Erleuchtung – wir erkennen.  

 

Bereits in der Alchemie zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert entwickelte man die Vorstellung eines Steins der Weisen(lateinisch Lapis philosophorum), der im breitesten Sinne das Prinzip der Ver- und Um-Wandlung darstellte, auch als Symbol für die Umwandlung des niederen in das höhere #Selbst.

 

In meiner Arbeit als Coach und psychologische Beraterin sehe ich bei meinen Klienten*innen so oft die wunderbare und befreiende Wirkung des Erkennens und die damit verbundene Umwandlung in das höhere Selbst, die eine*n aufblühen und wachsen lässt. Wenn die unwillkürlichen bzw. unbewussten Mechanismen, die wie ein Programm automatisch abgespult werden, plötzlich bewusst werden und die Klienten*innen sehen, dass sie nicht hilflos diesen gegenüber sind, sondern selbst Einfluss nehmen können - sehe und höre ich buchstäblich, wie der Groschen bei den Klienten*innen fällt. Plötzlich steckt hinter den stattfindenden Prozessen das bewusste #Erleben und #Sehen, und die #Erkenntnis, die es ermöglicht, selbst zu gestalten, eigene #Realität aufzubauen und #selbstwirksam zu sein. Viel Arbeit, ich weiß... packen wir es gemeinsam an.

 

Mit meiner Unterstützung kannst Du Deine #Prozesse, #Mechanismen, #Motivationen, #Werte, #Strategien, #Stärken, #Fähigkeiten, #Ängste, #Hindernisse und #Muster aus dem #Verborgenen ins #Bewusstsein holen, sodass sie #sichtbar sind und Du #entscheiden kannst, ob und welchen #Einfluss Du nehmen möchtest. 

FEHLER sind HELFER

by Sylvia F. Rodatz, Life Transformation Coaching & Counselling, Den Haag, 03.11.2021

Welche kostbaren FEHLER aus dem alten Jahr möchtest Du zu Deinen HELFERN im neuen Jahr machen?

„Oh, das war ein gutes Jahr!“ – sagte meine Klientin. „Ich bin so dankbar dafür, dass meine Eltern mich den Weg gehen ließen, ohne mich zu belehren und mir von Anfang an zu sagen, dass es in diesem Fall schief gehen könnte.“ „Meine Eltern haben es ganz sicher kommen sehen, haben aber nichts gesagt. Sie waren immer da und greifbar, haben mich aber machen lassen. Das finde ich gut. Denn letztendlich hat sich alles super entwickelt und ich bin echt an diesem Prozess gewachsen. Nie hätte ich gedacht (lacht und schüttelt den Kopf), dass ich mal dort ankomme, wo ich jetzt bin.“
 

„Das klingt doch wunderbar. Und ... es ist wichtig, eigene Fehler machen zu dürfen und aus ihnen zu lernen.“ – sagte ich.
 

„Na ja ...“ – sagte meine Klientin – „als Fehler würde ich es nicht bezeichnen. Fehler – das klingt so negativ, als ob es etwas gänzlich Schlechtes wäre. Und in diesem gesamten Prozess gab es auch gute Momente und ... ich habe viel über mich gelernt und ja ... vor allem, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann.“
 

Wir sind so sozialisiert, dass das Wort Fehler negativ konnotiert ist. 

D. h., wenn wir ein bestimmtes Handeln selbst als Fehler definieren, oder ein bestimmtes Verhalten von den Mitmenschen als Fehler angesehen wird, bekommen wir schnell den Eindruck, etwas Falsches gemacht zu haben. Das uns antrainierte gesellschaftliche Fehler-Verständnis erzeugt nicht selten das Gefühl von Scham und Schuld, womöglich auch Angst, bis hin zu dem Bedürfnis, sich verstecken zu wollen. Trotz der Jahrtausende-alten philosophischen Diskurse zum Umgang mit Fehlern und der hiesigen Einführungsversuche von „positiver Fehlerkultur“ im organisationalen und gesellschaftlichen Rahmen, erfordern Fehler dennoch immer wieder Rechtfertigungen und Entschuldigungen. Dabei überlegte schon Aristoteles, dass Fehler nicht auf bösen Absichten beruhen.
 

„Wie würde es für Sie klingen,“ – schlug ich der Klientin vor, „wenn wir die gemachten Fehler zunächst mal ohne diese Fehler–Bewertung sehen, sondern als neutrale Handlung, welche allerdings zu keinem guten Ergebnis führte.“ (...) „Würden Sie dann diese Handlung mit dem gegebenen Handlungsergebnis in solchen Situationen als Ihre Strategie für die Zukunft wählen?“ – fragte ich.
 

„Natürlich nicht! Es hat ja nicht funktioniert! Dann sehe ich, dass ich etwas anders machen muss.“ – sagte die Klientin.
 

„Hätten Sie es gewusst, dass Sie etwas anders machen müssen, wenn Sie diese nicht-erfolgreiche Handlung nicht vollzogen hätten?“ – fragte ich. 
 

„Hm ... Sie meinen, so nach Trial & Error-Prinzip? Wenn das Eine nicht funktioniert, probiert man etwas Anderes, bis es funktioniert ...? – antwortete die Klientin.
 

„Genauso.“ – bestätigte ich. „Und könnten Sie sich dann vorstellen, dass auf diese Weise die gemachten Fehler eine sehr kostbare Informationsquelle darstellen?“
 

„D.h. die Fehler die wir machen, bilden auch neue Chancen, weil sie einen dazu bringen, nach neuen Perspektiven zu suchen ...“ – sagte die Klientin.
 

„... die dann zielführend die neuen Strategien und Lösungen unterstützen.“ – ergänzte ich.
 

Bereits Horaz mahnte in seiner Ars Poetica: „In Fehler führt uns die Flucht vor Fehlern“, Seneca hielt fest: „Irren ist menschlich“ und Cicero stellte fest: „Jeder Mensch kann irren, aber nur Dummköpfe verharren im Irrtum.“

Der aus der Fertigungstechnik stammende japanische Begriff "Kaizen" heißt wörtlich Veränderung (kai) zum Besseren (zen). Er bezeichnet das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung in allen Unternehmensbereichen – d.h. auch Lernbereitschaft. Dieser Ansatz setzt insbesondere in Japan einen großen Mut voraus, und zwar die Angst, Fehler zuzugeben, zu überwinden. (In Japan, wo das Zugeben von Fehlern einem Gesichtsverlust gleichgesetzt wird, wird über Fehler nicht gesprochen.) In dem Streben nach dem Besseren impliziert Kaizen gleichzeitig, dass es gar keine Prozesse ohne Fehler gibt.

 

Seit Anbeginn der Menschheit machen wir Fehler. Fehler passieren besonders in komplexen Umgebungen und Situationen (auch im emotionalen Sinne), in denen es wahrscheinlicher ist, dass unsere Erfahrungen und unser Wissen nicht ausreichen, um mit den ungewohnten Settings passend umzugehen. Wir lernen, diese neuen Situationen zu handhaben, indem wir Lösungen und Strategien ausprobieren, neue Fähigkeiten entwickeln oder die bereits vorhandenen wieder-aktivieren. Fehler, die dabei passieren, sind somit unterstützend bei der Herausfindung einer passenden Strategie. Betrachten wir #Fehler als #Helfer, entwickeln wir einen neuen und wertschätzenden Umgang mit den fehlerhaften Strategien, da sie auch einen zielführenden Nutzen haben – den Lerneffekt, von dem die Beteiligten profitieren können. 

Mit einer #positivenFehlerkultur erreichen wir psychologische Sicherheit (#PsychologicalSafety), die unsere #Invention und #Kreativität unterstützt und die Angst einer Person reduziert, grundsätzlich #akzeptiert und #wertvoll zu sein. 

Daher bieten Fehler und das #Lernen aus ihnen in allen #Lebenskontexten neue #Chancen.

Lass und darüber reden!

 

#Jahresabschluss-#Coaching buchbar online od. in Präsenz bei mir Sylvia Felicja Rodatz @Life Transformation Coaching & Counselling in Den Haag.

...ich freue mich auf alles, was entsteht...
by Sylvia F. Rodatz, Life Transformation Coaching, Den Haag, 26.07.2021

… ich freue mich auf alles, was entsteht...

nicht auf etwas Konkretes... vielleicht teilweise doch... denn wir haben ja Visionen... 

ich freue mich auf alles, was die Entwicklung bringt, mit all den Von-dem-Weg-Abkommen und In-die-Seitenstraßen-Hineinschauen, die dortigen Ideen, Inspirationen, Menschen und Möglichkeiten und Begegnungen wahrzunehmen.... und vielleicht mitzunehmen...

 

Das, was entstehen darf, impliziert auf eine wunderbare und erleichternde Weise, dass der Prozess nicht oder sogar erfreulicherweise nie fertig sein muss. Und dass wir keinen Zustand erreichen müssen, sondern im Prozess bleiben dürfen. 
Wir dürfen uns und unseren Weg ver-wandeln und in unserer willkommenen Flexibilität und Wandelbarkeit immer formbar und in Bewegung bleiben. 
Entstehen impliziert, dass wir erst im Laufe des Prozesses entscheiden dürfen. Wir dürfen uns zunächst die Erlaubnis einer unfertigen, unvollkommenen Form erteilen und diese willkommen heißen... und neugierig darauf sein, wie sich diese Form entwickeln und verändern wird und wie oft und mit welchen (Zwischen-)Ergebnissen...
Entstehen impliziert Akzeptanz für den Prozess, das Tempo, den Wandel, die Schleifen, die wir drehen, die Unvollkommenheit, für das, was ist... Und für all das, was entsteht und was wir gestalten können, dürfen, wollen.

 

Billie Eilish hat mir mit ihrem neuen Song „I am in love with my future“ einen passenden musikalischen Hintergrund zu diesen #HappyMondayGedanken dargeboten.

 

#coaching #ändern #Wandel #entstehen #Prozess #Bewegung #erlauben #sein #akzeptieren #entdecken #entwickeln

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein... (Faust, Goethe) -

oder was wir von unseren Kindern lernen können.“ 

by Sylvia F. Rodatz – Life Transformation Coaching, Den Haag 28.04.2021

 

Es ist sehr lange her, dass ich meine Familie in Deutschland besuchen durfte. Ich lebe in den Niederlanden und in der Corona-Zeit mit all ihren berechtigterweise existierenden Restriktionen ist es nicht einfach grenzübergreifend zu reisen. Plötzlich stellen Grenzen auch im Schengen-Raum tatsächliche Grenzen dar, gerade wenn das Land zu einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet erklärt wird.

 

Nun habe ich heute meine Familie in Deutschland angerufen. Ans Telefon ist mein 6-jähriger Neffe gegangen. Er hat sich vor kurzem den rechten Fuß gebrochen und bleibt jetzt zuhause, nicht zuletzt auch, weil es im Kindergarten wieder Corona-Fälle gab und seine Gruppe sich für 2 Wochen in Quarantäne befindet. 

Er geht dieses Jahr in die erste Klasse der Grundschule und ersetzt quasi im fliegenden Wechsel seinen älteren Bruder, der aufs Gymnasium geht. 

Mein kleiner Neffe freut sich darauf.

Er erzählt mir, dass sein Bruder auf PKG gehen wird.

Ich sage, dass das „G“ wahrscheinlich fürs „Gymnasium“ steht. 
„Wofür stehen denn das „P“ und das „K“?“ – frage ich.

Mein Neffe: „Das steht für Paul Klee.“ 

„Wow!“ – sage ich. „Das ist ja toll! Und weiß Du, wer Paul Klee war?“

Der Kleine schießt direkt raus: „Ja natürlich! Er war er ein Mensch! Und dann weiß ich aber, dass er auch ein Maler war.“ Diese Aussage des 6-Jährigen ließ mich kurz inne halten. 
Wir Erwachsene haben die Angewohnheit, wenn wir jemanden kennenlernen, nach dem Beruf zu fragen. Es ist so, als ob dieser Bereich des Lebens, auch wenn er ein bedeutender Teil des Lebens ist und zum Leben gehört, das alleinige und wichtigste Merkmal eines menschlichen Daseins wäre. Bei meinem Neffen steht der Mensch an der ersten Stelle, bevor der Beruf das Menschsein ergänzen darf.

„Und hast Du schon seine Bilder sehen können?“- frage ich. 

„Ja.“- sagt mein Neffe.

 „Und findest Du sie gut?“

„Ja, denke schon...“ – antwortet er. Ich bekomme das Gefühl, dass das Paul-Klee-Interesse bei meinem 6-jährigen Neffen doch nicht so überdimensional sein dürfte.

„Weiß du, was mich so richtig an seiner Malerei begeistert?“ – frage ich. „Es ist diese fantasievolle Welt, die er mit durchaus einfachen Figuren darstellt und in volle Farbe setzt. Dabei hat er es geschafft, nicht nur die Malerei, sondern die Kunst des vergangenen Jahrhunderts zu beeinflussen. Ich finde es wirklich toll und kann mir aufgrund meiner Begeisterung für Klee nun sehr einfach den Namen des Gymnasiums, auf welches dein Bruder geht, merken“.

„Das verstehe ich.“ – sagt mein Neffe. „Weiß du Tante, was mich am meisten begeistert?“ „Einfache und bunte Figuren haben meine Familie und meine Freunde auch auf meinen Gips gemalt. Das sieht richtig toll aus und immer wenn ich mir meinen Fuß anschaue, muss ich an sie denken und schmunzeln. Und weiß du, Tante, ich glaube, dass Menschen mir diese Herzchen und Bilder auf den Gips malen, weil sie mich erfreuen wollen. Und das finde ich toll, wenn man etwas für die anderen Menschen tut.“ 
Und er führt fort: „Mein Papa (Arzt) zum Beispiel, geht jeden Sonntag weg, um Menschen zu impfen. Und obwohl er müde ist, tut er das, damit Menschen wieder schneller sich gegenseitig sehen und sich knuddeln können. Und obwohl ich ihn immer sonntags vermisse, das tue ich wirklich ganz schlimm, weiß ich, dass die Impfungen wichtiger sind.“ „Ja, mich begeistert, wenn Menschen etwas für die anderen Menschen tun.“

 

Wie sprachlos und bewegt ich war, brauche ich nicht zu sagen.

Ein 6-jähriger Junge stellt seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurück, weil er es versteht, dass es ein größeres Ziel im Sinne der Lebensvision und Lebensaufgabe Viktor Frankl's gibt, welches für die Gesellschaft bedeutsam ist. Er verspürt die Notwendigkeit, diesem Ziel zu dienen und vermag es, mit seinen nur sechs Jahren sein Bedürfnis nach Liebe und Zuwendung, nach seinem Vater, zurückzustellen, weil er die Nöten der anderen Menschen sieht und weiß, dass durch den Einsatz des Vaters erstmal ein großes Ziel – die mögliche Rückkehr zu Familien- / Freunde-Besuchen und zu dem Sich-in-den-Arm-nehmen-dürfen für ALLE – auf diese Weise erreichbarer scheint. Solch ein Maß an Altruismus bei einem 6-Jährigen berührte mich sehr. 

 

Und diesen Altruismus und das Mensch-Sein stellt mein kleiner Neffe über alles Andere. Er sieht den Altruismus anderer, und bewertet diesen als ein größeres Geschenk, als seine eigene Freude. Ein wahrlich großer 6-jähriger Mensch!

 

Gedanklich zurück in den Niederlanden beobachte ich ein paar Kinder auf der Straße, wie sie an den Türen verschiedener Häuser klingeln. Sie tragen größere Blumen-Bündeln.
Dann verstehe ich... in meinem Stadtteil gibt es viele ältere Menschen, die es momentan nur bedingt wagen, auf die Straße zu gehen. Niederlande sind nun mal ein Hoch-Inzidenz-Land. Diese Menschen sind einsam. Diese Kinder, die von Tür zu Tür gehen, klingeln und Blumen mit einem Lächeln verteilen, zeigen uns Erwachsenen auf ihre kindliche Art den einfachen und unkomplizierten Weg des Altruismus - für die Anderen da zu sein - ein hoffnungsvoller Akt der Menschlichkeit, der vielleicht auch nach Corona zur einen etwas besseren Welt beitragen wird.

 

#Altruismus #Lebensaufgabe #Lebensvision #fuerdieanderen #Menschsein #fuereinander #vonkindernlernen

„Jeder Experte war einst ein Anfänger“                  

by Sylvia F. Rodatz, Life Transformation Coaching, Den Haag 12.04.2021

 

Eine Begegnung vor einigen Tagen hat mich nachdenklich gemacht. 
Zu einem bestimmten beruflichen Thema hatten wir in einer kleinen Experten-Runde eine Diskussion geführt. 
Der Begründer des zu besprechenden Ansatzes ist wahrlich eine Koryphäe auf seinem Gebiet und für den Ansatz auch bekannt. Ich nenne ihn mal Herr Connektikus.  

Die Diskussion war erkenntnisreich, lebhaft und angeregt. 
Bevor wir das Treffen abgeschlossen haben, sagte eine Teilnehmerin... dass wir nun wenigstens etwas aus Herrn Connektikus‘ Theorie auf unseren Lebensweg ja mitnehmen können, auch wenn keiner von uns je ein Herr Connectikus sein wird.

 

... hmm... habe kurz inne gehalten... und fragte mich, will man das sein...? Wozu sollte man dies wollen, jemand anders zu sein?
Diesen Gedanken hatte ich noch nie gehabt, dass ich jemand anders sein wollte, auch wenn diese Formulierung nur das Ergebnis eines Vergleichs des eigenen mit dem Erfolg eines Anderen ist. 
Oh ja, sehr viele Menschen inspirieren mich durch ihre Ideen, Erfolge, Lebensweg, Mut, Menschlichkeit, Weisheit, Kreativität, Spiritualität und vieles mehr und zwar jeden Tag und unentwegt. Einige von ihnen bewundere ich sogar. Und genau diese Bewunderung und Inspiration motivieren mich, machen mich neugierig, lassen mich nach neuen Wegen suchen, lassen neue Schwerpunkte definieren, lassen mich umso mehr Wissen gewinnen und somit besser die Zusammenhänge verstehen... Wie die Teile eines Puzzles, die sich immer mehr zusammenfügen und ein immer größeres Bild entstehen lassen... ich liebe dieses Gefühl.

Und auch das Bewusstsein, dass die Menschen, die mich auf diese wundersame Weise inspirieren, mal selbst mit kleinen Puzzle-Teilen anfingen, bevor diese bei ihnen zu einem großen Bild wurden, lässt mich meine Lebensreise zuversichtlich und voller Vertrauen angehen und bewusst genießen.

 

Dieses große Bild, das dabei entsteht, ist das Bild von mir, von Sylvia F. Rodatz, auch wenn inspiriert von Tausenden wunderbaren Individuen in dieser bezaubernden Vielfalt der Welt. Und ... es soll kein Bild von Herrn Connektikus werden. Denn Herr Connectikus hat möglicherweise andere Werte, Vorstellungen, Überzeugungen, andere Bedürfnisse, andere Vorlieben, doch andere Neigungen, vielleicht ja, eine ganz andere Lebensphilosophie, als ich. Eine Lebensphilosophie, die... wenn ich sie mir überstülpen würde, mich möglicherweise ganz unglücklich machte, weil sie nicht zu meiner Persönlichkeit passte, weil sie nicht in meinen Lebenskontext passen würde, weil... sie einfach zu groß oder zu klein, zu bunt oder zu trist wäre...und es gäbe Tausend Gründe dagegen... wer weiß? 
So ist das so wunderbar, ICH SELBST zu sein und meinen eigenen Weg zu bestimmen, das, was mich selbst interessiert, verfolgen, meine eigenen Werte und nach meiner Philosophie leben, mein eigenes Tempo bestimmen, selbst bestimmen wohin es gehen soll, selbst Einfluss nehmen, Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung erleben und... Selbstvertrauen und somit eigenen Selbstwert entwickeln.

Trotz all der Vergleichsmöglichkeiten, die in allen Medien ständig greifbar sind, „ICH BIN OKAY“ und „JA“ zu mir sagen, fühlt sich gut an und ist ziel-führend, um in Selbst-Akzeptanz ein erfülltes Leben zu führen. 

 

Vielleicht war es nur eine Floskel, die die Teilnehmerin der Diskussionsrunde benutzte. Doch auch in diesem Fall... wohlwissend, dass unsere Sprache unsere Wirklichkeit bildet, würde ich vielleicht nachfragen, was es für sie bedeutet, Herr Connectikus zu sein. Denn dann wird es vielleicht für sie sichtbar, was sie sich für sich selbst wünscht... und vielleicht würde sie dann sehen, dass schon so viel von dem Gewünschten DA ist und alles Andere und viel mehr, was noch dazukommen soll, kann sie selbst und aus eigener Kraft erreichen. Mit dem gravierenden Unterschied, dass sie SELBST das gewünschte Ergebnis definiert, sodass sie vielleicht am Ende statt „Herr Connectikus“ eine „Frau Glücklich“ ist. 

 

#glaubeandich #Selbstvertrauen #Selbstwert #Selbstbestimmung #Selbstwirksamkeit #Selbstakzeptanz #eigenerweg #coachig #ICHbinOKAY #JAzumir #ICHselbstsein